Firmungen an Tauber und Main

13.06.2026 | Über 350 Jugendliche gestärkt für ihren Glaubens- und Lebensweg

Mit festlichen Gottesdiensten wurde in diesen Tagen in der Kirchengemeinde An Tauber und Main das Sakrament der Firmung gefeiert.

Mehr als 350 Jugendliche empfingen dabei die Firmung und bekannten sich bewusst zu ihrem christlichen Glauben. Zu den Gottesdiensten versammelten sich die Firmandinnen und Firmanden gemeinsam mit ihren Familien, Patinnen und Paten sowie den Gemeinden, um diesen wichtigen Schritt auf ihrem Glaubensweg zu feiern.
 
Die Firmung gehört zu den sieben Sakramenten der katholischen Kirche. Das Wort Firmung bedeutet „Stärkung“ und bringt zum Ausdruck, dass Gott die jungen Menschen durch die Gabe des Heiligen Geistes auf ihrem weiteren Lebensweg begleitet und stärkt.
 
Die Firmspender Generalvikar Christoph Neubrand, Domkapitular Michael Hauser, Domkapitular Thorsten Weil sowie Ehrendomkapitular und Dekan Thomas Holler spendeten den Jugendlichen das Sakrament durch Handauflegung, Gebet und die Salbung mit Chrisamöl. Dabei wurde immer wieder die besondere Bedeutung des Heiligen Geistes hervorgehoben.
 
Feier der Firmung mit Ehrendomkapitular Dekan Thomas Holler in der Pfarrkirche St. Martin in Külsheim
In seiner Predigt in der Pfarrkirche St. Martin in Külsheim erinnerte sich Ehrendomkapitular Thomas Holler an seine Schulzeit. Als er als Neuntklässler vom Pfingstereignis hörte und davon, dass die Apostel plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen konnten, habe er gehofft, der Heilige Geist könne ihm auch bei seinen Schwierigkeiten in den Fremdsprachen helfen. Diese Hoffnung habe sich zwar nicht erfüllt, so Holler mit einem Augenzwinkern. Der Heilige Geist sei keine Nachhilfe für die Schule, sondern vielmehr eine Kraftquelle für das Leben – eine Stärkung, die Orientierung, Mut und Vertrauen auf dem Glaubens- und Lebensweg schenke.

In Tauberbischofsheim freute sich Domkapitular Michael Hauser, vom fernen Freiburg gerne in die Kreisstadt gekommen zu sein, um die Firmung zu spenden. Jesus strecke seine Hand den jungen Christen entgegen: Gott zu haben, sei ein unbezahlbarer Schatz. Er stellte die Frage: „Warum lebe ich? Was mache ich den Tag über und kann ich die Welt mit meinem Tun ein bißchen besser machen?“ Man müsse sich immer hinterfragen, ob die eigenen Prioritäten stimmen und dass die eigenen Worte wahr sind, erfüllt mit Liebe im Umgang mit den anderen Menschen. Gott meine es gut mit uns Menschen, die ewige Freude zu erfahren sei das wahre Leben. Schmunzelnd warb er als zuständiger Leiter der Abteilung Pastorales Personal auch für Berufe wie Gemeinde- oder Pastoralreferenten. bk
 
So wurde in den Firmgottesdiensten immer wieder der Heilige Geist angerufen: als Geist des Beistands, der Weisheit und Einsicht, des Rates und der Erkenntnis, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Diese Gaben sollen die Jugendlichen befähigen, ihren Glauben bewusst zu leben und Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.
 
Musikalisch wurden die Gottesdienste auf vielfältige Weise durch Chöre und Bands bereichert. Mit modernen geistlichen Liedern und festlicher Kirchenmusik trugen sie wesentlich zu einer lebendigen und feierlichen Atmosphäre bei und machten die Freude über das Sakrament der Firmung spürbar.
 
Die Kirchengemeinde An Tauber und Main freut sich mit allen Neu-Gefirmten und ihren Familien über die gelungenen Feiern und wünscht den Jugendlichen Gottes reichen Segen, die Begleitung des Heiligen Geistes und viele stärkende Erfahrungen auf ihrem weiteren Glaubens- und Lebensweg. cw