Gestärkt durch Gottes Geist

Das Sakrament der Firmung – Mut für Glauben und Leben

Die Firmung stärkt den Glauben eines Menschen an Christus und ermutigt ihn, diesen Glauben aktiv zu leben. Dafür wird ihm der Beistand des Heiligen Geistes zugesagt.

Theologische Bedeutung: Das Sakrament der Firmung
 
Neben der Taufe und der Erstkommunion wird die Firmung als „Initiationssakrament“ bezeichnet. Das bedeutet, dass diese drei Sakramente den Menschen Schritt für Schritt in die christliche Gemeinschaft einführen. Die Taufe bildet das Eingangstor zur Beziehung des Menschen mit Gott. Die Eucharistie wird oft als Nahrung für die Seele verstanden, die Christen die Kraft schenkt, aus dem Glauben zu leben. Die Firmung stärkt den Glauben eines Menschen an Christus und ermutigt ihn, diesen Glauben aktiv zu leben. Dafür wird ihm der Beistand des Heiligen Geistes zugesagt.
 
Vor seinem Abschied aus der Welt gab Jesus seinen Jüngern den Auftrag, die Botschaft von Gottes Liebe in Wort und Tat zu verkünden. Dafür sandte er ihnen den Heiligen Geist, der sie mit Weisheit, Kraft und Mut für diese Aufgabe stärkt. Auch den Firmanden werden durch die Firmung die Gaben des Heiligen Geistes geschenkt. Bei der Firmung bekräftigt der Firmling selbst das Glaubensbekenntnis, das bei der Taufe meist die Eltern stellvertretend gesprochen haben. Aus diesem Grund gilt die Firmung auch als Vollendung der Taufe.
 
Zeichenhandlungen bei der Firmspendung
 
Im Sakrament der Firmung werden die Gaben des Heiligen Geistes durch Handauflegung und Salbung auf den Firmling übertragen. Die Spendung erfolgt in der Regel durch den Bischof oder einen von ihm beauftragten Firmspender, wie einen Domkapitular oder Dekan. Dies zeigt auch die sichtbare Verbindung des Gläubigen zu unserem Erzbistum und zur Weltkirche. 
 
Dabei werden die Gaben des Heiligen Geistes schweigend auf den Einzelnen herabgerufen, damit sie in jedem das bewirken, was er besonders braucht. Die Handauflegung ist somit Zeichen der Bestärkung und Aussendung: Die Firmanden werden in die Welt Gottes hinausgesandt, um sie in der Kraft des Heiligen Geistes mitzugestalten und den Herausforderungen des Lebens standzuhalten.

Der Firmand wird auf der Stirn mit Chrisam gesalbt und dabei bekreuzigt. Chrisam ist Olivenöl, das mit aromatischem Balsam vermischt ist. Schon seit alters her werden Öle zur Salbung von Priestern, Königen und Propheten verwendet. Die Salbung drückt die besondere Würde aus, die dem Gefirmten zukommt. Der Wohlgeruch des Chrisam symbolisiert zudem, dass das Leben durch den Heiligen Geist einen neuen Geschmack erhält. 

Bei der Salbung mit Chrisam legt der Firmspender seine rechte Hand auf den Kopf des Firmanden, nennt seinen Namen und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Gefirmte bestätigt dies mit „Amen“, worauf der Firmspender den Segensgruß hinzufügt: „Der Friede sei mit dir.“
 
Der Firmpate legt zur sichtbaren Unterstützung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. So wird deutlich, dass mit der Feier der Firmung die Initiation (Einführung) in das Christliche zwar abgeschlossen ist, der Glaubensweg in Gemeinschaft für den Christen aber weitergeht.
 
Der Firmpate – Begleiter im Glauben

Der Firmpate (bzw. die Firmpatin) begleitet den Firmling auf seinem Glaubensweg und unterstützt ihn dabei, den christlichen Glauben bewusst zu leben und zu vertiefen. Bei der Wahl der Patin oder des Paten beachten Sie bitte: Er oder sie muss katholisch, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sein sowie ein Leben im Glauben führen. Die Eltern können dieses Amt nicht übernehmen. Der Firmpate unterstützt den Firmling bei der Vorbereitung auf die Firmung, ist Vorbild im Glauben und bleibt auch nach der Firmung ein verlässlicher Ansprechpartner.
 
Firmvorbereitung in unserer Kirchengemeinde

In unserer Kirchengemeinde wird das Firmsakrament alle zwei Jahre im Juni oder Juli durch einen Bischof oder einen von ihm beauftragten Firmspender gespendet. Zur Firmvorbereitung werden Jugendliche der 8. und 9. Jahrgangsstufe schriftlich eingeladen. Den Verantwortlichen ist es besonders wichtig, dass die Jugendlichen freiwillig und aus eigener Initiative den Firmweg gehen und das Sakrament der Firmung empfangen. Natürlich können sich Jugendliche und Erwachsene auch zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, sich auf die Firmung vorzubereiten und das Sakrament zu empfangen.
 
In den Wochen und Monaten vor der Firmung werden die Firmlinge gezielt auf diesen besonderen Tag vorbereitet. In Gruppentreffen, Projekten und Aktionen sollen die Jugendlichen nicht nur die Bedeutung des Firmsakramentes kennenlernen, sondern auch erfahren, wie sie als mündige Christen ihren Glauben in der heutigen Welt leben können. 
 
Auf dem Firmweg gibt es zudem gottesdienstliche Angebote, die auf die Lebenssituation der Jugendlichen zugeschnitten sind. Ergänzend finden Projekte statt, bei denen sie ihre Gemeinde näher kennenlernen und in Austausch mit den Verantwortlichen der Gemeinde treten.

Firmung für Erwachsene

Immer wieder bereiten sich auch Erwachsene auf den Empfang des Firmsakramentes vor. Mit ihnen wird nach der entsprechenden Anmeldung ein gesonderter Vorbereitungsweg besprochen.

Ansprechpartner zur Firmung 

Wenn du dich firmen lassen möchtest oder Sie als Eltern Fragen zur Firmvorbereitung haben, stehen wir dir und Ihnen offen und unterstützend zur Seite – gerne direkt beim Pfarrteam oder im Pfarrbüro melden.

 
  

Simon Gleichauf

Vikar
 
St. Liobaplatz 5
97941 Tauberbischofsheim
 
  

Caroline Herzog

Gemeindeteam-Sprecherin Wartberg
 
  

Michael Schlör

Diakon
 
  

Birgit Kuhn

Gemeindereferentin
 
Wenkheimer Str. 13
97950 Großrinderfeld
 
  

Martin Merkel

Gemeindereferent
 
Kirchplatz 6
97953 Königheim
 
  

Pater Jaroslaw Paczkowski

Kooperator
 
Bronnbach 23                                       
97877 Wertheim-Bronnbach